Philosophie

 

 

 

 

 

 

 

„Wir betraten ein großes Krankenhaus, in dem viele Kranke und Leidende lagen. Und der Barmherzige sprach:

Ein edler und heiliger Beruf ist das Heilen der Kranken, und wert ist mir, wer ihm in ehrlicher Absicht und mit tiefem Mitgefühl für seine Mitmenschen nachgeht. Viele hochherzige und liebevolle Ärzte gibt es – aber leider auch viele, die nur ihren Geldbeutel und ihr Ansehen im Sinn haben und nicht das Wohl ihrer Patienten. Zugegeben, dies sind harte Worte, doch werden ihnen viele Leidende aus eigener Erfahrung beipflichten. Andere hingegen werden nicht zustimmen, da es ihnen wohl erging in der Obhut ihrer tüchtigen Ärzte – und somit sind diese Worte wahr und unwahr zugleich.

Dennoch sind unzählige Kranke zum Leiden verurteilt, weil selbst in den Heilkünsten die Sünde dogmatischer Abgrenzung die Oberhand über das göttliche Prinzip der Einheit gewonnen hat. Führen sich nicht die Vertreter einer bestimmten Richtung so auf, als wüssten sie allein um die Wahrheit und verfügten als einzige über die rechten Mittel und Wege zur Behandlung menschlicher Leiden? Ächten sie nicht aus Neid, Einbildung oder Unwissenheit, Vorurteil oder Angst in anmaßender Weise alle anderen Richtungen als unerheblich, schrullenhaft, betrügerisch oder gefährlich – und vergessen dabei wohlweislich, wie sie selbst oft großen Schaden anrichteten und die Heilung misslang, wo andere Erfolg hatten?

Man sagt zu Recht, dass es in allen Berufen Schurken und Schwindler gibt. Doch ist es nicht würdig, das Schlechte zum Vorwand zu nehmen, um das Gute zu verwerfen. Die Mächte des Guten haben verschiedene Methoden zur Heilung menschlicher Krankheiten inspiriert, welche einander nicht Feind sind, sondern sich ergänzen. Ein Körnchen Wahrheit ist in jeder von ihnen, in keiner aber die ganze Wahrheit; daher sollte in den Heilkünsten der Gelehrtenstolz einem Lernen, Geben und Empfangen auf allen Seiten weichen. Doch sind es Stolz und Selbstsucht, die das Metier beherrschen; aus Geldgier und wegen der Interessen Verbündeter sehe ich oft Hartherzigkeit und skandalöse Machenschaften anstelle von Mitgefühl für eine leidende Menschheit. …

Möge doch in den Heilkünsten die Eigenliebe bald der Nächstenliebe weichen! …

Lass dies ausdrücklich bemerkt und sorgfältig durchdacht sein: Nicht durch den Willen, sondern durch das Fortströmen der göttlichen Liebe auf den Patienten können Krankheiten geheilt werden.“ (aus "Der Nazarener - eine Vision -" S. 82-85)

 

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Praxis für

Authentische Heilung & Bewusstseinsarbeit

Ute Ammanda Brinkmann