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Harrys Versöhnung mit seinen Eltern © Copyright Ammanda Ute Brinkmann, Dossestr. 143, 16321 Bernau |
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Kontakt mit verstorbenen Seelen aufzunehmen kann dann sehr heilend sein, wenn zu Lebzeiten bestimmte Angelegenheiten nicht geklärt wurden oder keine Versöhnung stattgefunden hat. Über die Herstellung eines Kontakts über ein Medium ist es dem Menschen möglich, sich auszusprechen und zu versöhnen. Nachfolgend berichte ich von einem Klienten, dem es nicht mehr möglich war, auf der physischen Ebene mit seinen Eltern zu kommunizieren, da sie bereits verstorben waren. Dennoch gab es enormen Klärungsbedarf, denn die verschwiegene Vergangenheit belastete ihn, seine Beziehung und seine Gesundheit.
Die Vorgeschichte Copyright Ammanda Ute Brinkmann, Dossestr. 143, 16321 Bernau Als Harry noch ein kleiner Junge war, wurde seine Mutter schwer psychisch krank. Sie konnte nicht mehr für die Familie, für ihre Kinder sorgen. Über lange Zeit wurde sie zum Pflegefall und stationär betreut. Der Vater, verantwortlich für mehrere Kinder und voll berufstätig, fand eine neue Liebe. Gemeinsam gründeten sie eine neue Familie. Von nun an wurde die Mutter tabuisiert. Der Vater versagte den Kindern die Kommunikation mit der Mutter. Harry, der in der Vergangenheit seine Geschichte verdrängte, stellte sich zunehmend Fragen, die niemand beantwortete. Seine leiblichen Eltern waren beide verstorben. Auch andere Verwandte konnten nicht mehr befragt werden. Heute steht Harry vor der Frage: Warum? Warum hat der Vater den Kontakt zur leiblichen Mutter nicht zugelassen? Warum habe ich mich mit meiner Mutter zu ihren Lebezeiten nicht versöhnt? Harry leidet unter Schuldgefühlen, die zunächst unbewusst sind. Auch leidet er in großen Abständen unter Unruheständen und depressiven Verstimmungen. Er sucht meine Praxis auf, weil sich die Beziehung zu seiner Frau in einer Krise befindet und er seinen unbewussten Anteil daran nicht erkennt. Seine Absicht ist es, sich selbst zu heilen, um seiner Frau geheilter und liebevoller zu begegnen. Im Vorgespräch kommen wir sehr schnell auf den Kern seines Problems: die ungeheilte Beziehung zu seiner Mutter und die Klärung des Geheimnisses, das die Mutter umgibt. Viele Menschen wissen nicht, dass eine ungeheilte Beziehung zur Mutter spätere Beziehungen zum weiblichen Geschlecht beeinträchtigt. Eine Verletzung der weiblichen Energie im Feld wird in die Beziehungen projiziert. Menschen leiden dann ohne zu wissen, dass der ursächliche Konflikt in ihnen selbst verborgen liegt, den es ans Licht zu holen und zu heilen gilt.
Versöhnung mit der Mutter Harry erzählt: Es gab Gelegenheiten, mich mit der Mutter zu versöhnen. Es gab Situationen, in dem die Mutter versucht hat, uns die Gelegenheit dazu zu geben. Es ist kein Echo gekommen. Das muss ich mir vorwerfen. Nun ist es zu spät. Die Gelegenheiten sind verpasst. Es ist schlimm, dass das Thema der Mutter so verdrängt wurde. Ich habe Schuldgefühle. Ich antworte: Es ist nie zu spät, sich mit seiner Mutter zu versöhnen! Wir beginnen mit der Arbeit. Es ist unsere Absicht, dass sich Harry mit der Mutter versöhnt und dass er seine Verletzungen bezüglich seiner Mutter heilt. Vor allem geht es darum, dass er wieder in Kontakt zu seiner Mutter kommt, d. h. dass er die Kommunikation mit ihr wieder aufnimmt. Es ist ein Gesetz der Heilung, dass Nicht - Heilung durch Nicht - Kommunikation entsteht und durch Kommunikation mit den zuvor verdrängten und abgespaltenen Energien die Heilung eingeleitet werden kann.
Der Dialog Wir stimmen uns auf die Kommunikation mit der Mutter ein. Nach einer Zeit habe ich Kontakt zur Seele der Mutter gefunden. Ich gebe Harry das Zeichen. Harry spricht seine Mutter an: Guten Abend, liebe Mutter, ich habe dich lange nicht gehört gesehen und gefühlt. Es wäre schön, wenn du in diesen Raum eintreten könntest und erzählst, was damals geschah. Es würde mir sehr helfen, zu verstehen, zu dir zu finden und in Frieden zu leben. Die Mutter antwortet Lieber Harry, auch wenn ich nicht mehr auf der Erde lebe, meine Liebe hat dich nie verlassen. Du fragst: Was ist geschehen? Wie konnte die Situation so eskalieren und unsere Familie zerstören, unser Glück? Wie konnte es passieren, dass ich euch alle verlor? Es ist Zeit, dass du die Wahrheit erfährst. Ich habe euch nicht freiwillig verlassen. Die Krankheit zwang mich, zu gehen. Ich hatte keine Macht, ich habe alles verloren. Ich wähnte mich in der Hoffnung, ihr würdet von alleine zurückkommen, wenn ihr größer werdet. Ich habe ein Leben lang auf euch gewartet. Immer war ich mit euch verbunden. Es gab eine Zeit, da war ich nicht zurechnungsfähig. Ich war eine gewisse Zeit keine gute Mutter, weil ich mich nicht um euch kümmern konnte. Auch erhielt ich keine wirkliche Hilfe. Harry, mein Kind, du bist dir im Augenblick noch nicht bewusst, wie sehr du mir hilfst, dadurch, dass du mir - deiner Mutter - den mir zustehenden Platz in unserer Familie zurückgibst. Das ist meine Heilung, deine Heilung und auch Heilung für deine Geschwister und deinen Vater. Es ist Heilung für viele Menschen, an die du jetzt nicht mehr denkst. Ich spüre dein Schuldgefühl. Du bekommst Hilfe. Alles wird gut. Ich werde von nun an bei dir sein und dich unterstützen. Vertraue deiner Mutter aus dem Jenseits. Vorher war es mir leider nicht möglich, weil du mich verdrängt hast. Du sollst wissen, dass nun alles vorbei ist. Ich bin frei und mir geht es gut, weil ich nicht verzagt habe. Ich habe unter schwierigsten Lebensbedingungen durchgehalten. Nimm einer Mutter ihre Kinder und du nimmst ihr alles - so fühlte ich damals. Doch habe ich noch lange gelebt und gegen euch keinen Groll gehabt. Ich habe euch immer geliebt. Vater habe ich gehasst, aber auch hier konnte ich mich bessern und bis zu einem bestimmten Punkt am Ende meines Lebens Frieden finden. Als ich dann im Sterben lag, fühlte ich, dass auch jetzt mein Wunsch, euch zu sehen, sich nicht erfüllen würde. Ich hatte wenig Hoffnung, wegen der Vorgeschichte. Doch habe ich nicht mit euch gehadert. Ich hatte meinen Frieden gefunden. Darum, mein lieber Harry, geht es mir jetzt als Seele gut. Ich habe unter schwierigsten Lebensumständen die Liebe aufrecht erhalten. Darum ging es. Als ich noch lebte, habe ich es nicht so verstanden. Ich konnte nicht anders als euch zu lieben, denn ihr wart meine Kinder und konntet nichts für meine Krankheit. Ihr wurdet vor vollendete Tatsachen gestellt. Dein Vater ist auch hier. Wir haben uns schon getroffen. Du wirst mit ihm reden. Wenn du die Familiengeschichte auf der Erde neu ordnest, profitieren wir alle davon. Wir haben nicht mehr daran geglaubt, dass das noch passiert, was heute passiert, Harry. Deine Mutter sagt dir: Ich schicke dir Zeichen. Du wirst deine Schuldgefühle, deinen Schmerz und deine Trauer heilen. Ich berühre dein Herz. Ich möchte dir eine wichtige Botschaft geben: Gehe nicht in die Illusion der Trennung. Weißt du, auch wenn ich im Jenseits bin und du auf der Erde, es gibt eine Ebene - die Ebene unserer Herzen - da kann uns niemand trennen. Ich bitte dich, Harry, denke bitte daran, wenn du dich entscheidest mit mir eins zu sein, dass du es bereits bist. Entscheidest du dich heute, mit mir eins zu sein, dich mit mir zu versöhnen, so ist dies unsere Wirklichkeit. Alte Gedanken, Gefühle und Erfahren kannst du dann loslassen. Sie werden dich nicht mehr hindern. Das ist der Weg. Ich als deine liebende Mutter, werde dich auf diesem Weg begleiten. Ich liebe dich. Grüße deine Geschwister. Ich liebe sie. Auch deinen Vater liebe ich - hier im Jenseits. Du sollst es wissen.
Harry ist berührt Ein Kriterium für Wahrhaftigkeit ist das innere Berührtsein. Hannes ist berührt. Er weint vor Freude und fühlt Glück. Er bedankt sich bei seiner Mutter und sagt: Ich glaube dir. Dann öffnet sich eine Tür in Harrys Herzen und seine Mutter nimmt ihren Platz in seinem Herzen wieder ein. Danach führt Harry ein Vergebungsritual durch. Nach diesem Ritual spürt Harry Frieden. In einer nächsten Begegnung hat Harry die Gelegenheit, mit seinem Vater in Kontakt zu treten. Harry spricht seinen Vater an: Guten Abend, lieber Vater. Immer klarer sehe ich die Beweggründe für dein Leben, für unser Leben und dass du eine Entscheidung treffen musstest. Ich habe gedacht, es war falsch, doch heute erkenne ich, dass es damals nicht anders ging. Dankbar bin ich und ziehe vor dir den Hut, wie du die Klippen überwunden hast. Ich hätte es dir gern selber gesagt. Der Vater antwortet Harry, ich bin doch schon da und ich freue mich. Es ist eine lange Geschichte, mein Sohn. Ich möchte dir versichern, ich habe deine leibliche Mutter wirklich geliebt und so richtig hat mich die Geschichte mit deiner leiblichen Mutter nie losgelassen. Sie war nicht schwer sondern schwerstkrank und es gab eine Zeit, da hatte sie keinen Bezug zur Realität. Das kannst du dir nicht vorstellen. Sie hat phasenweise nicht erfasst, dass sie eine Familie hat und war unzurechnungsfähig. Ich hatte die Hölle auf Erden. Was sollte ich tun? Wer hat das gedacht, dass so etwas passieren kann? Ich habe meine Frau verloren, als ob sie gestorben wäre. Sie war nicht sie selbst. Das sollst du wissen. Du fragst, warum wir alle keinen Kontakt mehr zur Mutter hatten. Sie war nicht die Mutter, die euch geboren hat, nicht mehr die Frau, die ich liebte. Deine leibliche Mutter hatte damals eine vollkommene Wesensveränderung erfahren. Hätte man mir erzählt, dass es so etwas gibt, ich hätte es nicht geglaubt. Was denkst du, warum ihr keinen Kontakt hattet - das ging nicht. Eure leibliche Mutter konnte euch zeitweise nicht realisieren und nicht in eine Beziehung zu euch treten. Es gab keine andere Lösung. Wir wären darin versunken. Ich musste mich von eurer Mutter trennen. Als ihr dann eine neue Mutter hattet, wollte ich alles vergessen: den Schmerz, die Trauer. Oder denkst du, dass das alles so spurlos an mir vorüber gegangen ist? Gelitten habe ich, mein Junge. Doch eines Tages habe ich beschlossen - ich weiß es heute noch wie damals - ich setze dem Leid ein Ende, ich steige aus der Hölle aus. Ich habe es für euch getan, mein Kind und das Glück war auf meiner Seite. Du weißt es. So wurden wir eine neue Familie. Ich wollte, dass ihr Geborgenheit und Familienleben erfahrt. Euch ständig bei der Mutter zu wissen, hätte bedeutet: Die Hölle nimmt kein Ende. Versteh bitte: Ich konnte nicht mehr. Und warum auch. Ihr hattet eine neue Mutter und sie konnte wirklich gut für euch sorgen, wozu leider eure leibliche Mutter nicht in der Lage war. Die Medaille hat zwei Seiten. Das ist die eine. Die andere ist, dass eure Mutter nach mehreren Jahren genesen ist - nicht vollständig - doch konnte sie sich selbst versorgen. Sie kam aus der Pflege und ihr hättet ein Recht auf eure Mutter gehabt. Dieses Recht habe ich euch genommen. Damals habe ich es überhaupt nicht in Betracht gezogen. Klare Verhältnisse waren mein Motiv. Dahinter stand mein Schmerz: nie wieder in die Hölle. So war es. Mein Junge, ich hoffe, dass du mich verstehst. Ich unterstütze deine Bestrebungen, deine Mutter als deine Mutter, die dich geboren und in den ersten Lebensjahren betreut hat, in deinem Herzen, in deiner Seele, in dir selbst wieder zu finden. Heute weiß ich: ich habe sie dir aus dem Herzen gerissen. Doch das habe ich nie gewollt. Dafür bitte ich dich um Vergebung. Pflanze eine Rose in dein Herz und gedenke in Liebe deiner Mutter. Ich weiß, dass sie euch alle sehr liebte, nur versteh bitte, es gab Zeiten, da hat sie das nicht realisiert. Sie war dann ein anderer Mensch und verlor den Bezug zu euch, zu mir: psychisch krank - das ist die Tatsache. Ich möchte, dass du die Wahrheit erfährst und ich möchte diesen Augenblick nutzen, um von dir zu hören, dass du mir vergeben kannst. Harry antwortet Kann ich ganz leicht, Vater. Es tut mir leid, dass ich solche Vorwürfe gegen dich in meinem Herzen getragen hatte. Ich sehe deine Zwänge. Der Vater antwortet Harry, ich denke aus der Situation, die dir damals deine Mutter nahm, das Beste gemacht zu haben. Ich danke für dein Verständnis und für die Vergebung, die du fühlst. Es ist doch klar, dass ich dir deine Vorwürfe gegen mich vergebe. Auch verstehe ich deine Fragen, die so viele Jahre unbeantwortet blieben. Welche Gnade führt uns heute zusammen. Ich möchte dir noch etwas sagen, weil ich es als wichtig erachte. Ich sprach soeben von Gnade. Werde dir bewusst mein Junge, dass es Gnade war, nochmals als Vater von mehreren Kindern mit deiner zweiten Mutter eine neue Familie gründen zu können. Das ist nicht alltäglich. Ich möchte Dir noch etwas sagen und ich weiß, wenn ich dir das erzähle, wirst du dich mit deinem Leben versöhnen können: Schau auf dein Leben, wie auf eine Waage. Auf der einen Seite wurde dir die Mutter genommen. Nicht ich war es. Das Schicksal war es. Auf der anderen Seite der Waage wurde dir alles, was dir genommen wurde, wieder gegeben. Du brauchtest nichts entbehren. Die Zeiten waren so damals. Und genau zwischen den beiden Waagschalen befindet sich eine Leere. Hier liegt das Potential für deine Heilung. Du wirst es bald verstehen. Ich möchte noch soviel sagen: Dein Leben, Harry, hat dir soviel geschenkt, wie du gebraucht hast, um dich zu entwickeln. Wie froh bin ich, dass du auch jetzt noch an deiner Lebensmaxime festhältst. Als ungebrochener, friedvoller und durch und durch liebenswerter Mensch, bist du selbst in deinem Alter bereit, zu wachsen und dich zu heilen. Davor ziehe ich, dein Vater, den Hut. Gerne hätte ich es auch für mich in Anspruch genommen. Denke, damals waren andere Zeiten und Sitten. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Dinge so zu hinterfragen, wie du es jetzt tust. Ich möchte, dass du es weißt. Zuletzt möchte ich dir noch folgendes mitteilen: Mein Sohn, ich liebe dich. Ich befinde mich zurzeit nicht in einem physischen Körper, wie du. Ich versichere dir, meine Seele hat Gefühle, wie du. Ich kann alle diese Liebe zu dir fühlen und ich kann dich mit meiner Liebe berühren. Lass es zu Harry, dass ich dich jetzt ganz tief in deinem Herzen mit meiner Liebe berühre und ich dich ab und zu besuchen komme. Harry antwortet: Gerne. Danke für dein Verständnis und deine Liebe, die du mir gegeben hast.
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